Klimakompetenz und Prävention für Sie - kostenlos und praxisnah
Mit der Climate School Klimarisiken verstehen und Ihre Kund:innen besser beraten
Zu den Themen dieser Seite
Climate SchoolUnser AngebotSchutz- und PräventionsmaßnahmenWeitere nützliche Links
Mit der Climate School Klimarisiken verstehen und Ihre Kunden:innen besser beraten
Der Klimawandel verändert unsere Umwelt rasant – mit zunehmend häufigeren und intensiveren Naturereignissen.
Für Sie als Vertriebspartner:in und uns als Versicherer bedeutet das eine besondere Verantwortung: Frühzeitige Prävention und gezielte Schadenverhütung sind unerlässlich, um Schäden zu minimieren und eine langfristig wirksame Absicherung zu gewährleisten. Als Partner an Ihrer Seite möchten wir Sie mit praxisnahem Wissen und konkreten Hilfsmitteln unterstützen.
Wie kann man sich vorbereiten? Welche Risiken und Chancen gibt es? Was ist konkret zu tun?
Unser Angebot: Climate School E-Learning
Mit dem kostenfreien Schulungsportal der Climate School rüsten Sie sich mit dem nötigen Wissen aus – einfach, praxisnah und direkt einsetzbar im Arbeitsalltag. Die Climate School bietet einen exklusiven, kostenfreien Zugang zu über 30 Online-Modulen rund um Themen der Nachhaltigkeit, u.a. Klimarisiken und unternehmerische Resilienz. Die Inhalte sind wissenschaftlich fundiert und praxisnah aufbereitet.
Gerne empfehlen wir hier einen Kurs: „Klimaanpassung für Organisationen und Unternehmen“.
So funktioniert’s – in 4 Schritten zum Klimawissen:
Konto anlegen: Vorname, Nachname und E-Mail-Adresse eingeben, Passwort frei wählen und die Gruppe "Commercial Lines" auswählen
Konto aktivieren: In der erhaltenen E-Mail auf den Button "Aktiviere dein Konto" klicken – fertig
Module auswählen: Lernen nach Bedarf und Interesse (Unter „AXA Konzern AG“ bei „Alle Gruppen“ kann man sehen, welche Schulungen zugeordnet sind)
Stärken Sie Ihre Beratungskompetenz und Kundenbindung
Der Klimawandel ist nicht nur eine globale Herausforderung, sondern wirkt sich direkt auf die Risiken in der Sachversicherung aus. Prävention und Schadenverhütung gewinnen dadurch an Bedeutung.
Mit der Climate School möchten wir Sie gezielt für klimabezogene Risiken sensibilisieren und Ihr Beratungswissen praxisnah erweitern.
Übrigens können Sie den Link zu den Schulungen auch gerne interessierten Kund:innen weiterleiten.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an! Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Schutz- und Präventionsmaßnahmen gegen Hochwasser und Starkregen
Hochwasser und Starkregen – zwei spürbare Auswirkungen des Klimawandels, die in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen. Für Unternehmen bedeutet das steigende Risiken für Sachwerte, Infrastruktur und Betriebsabläufe. Diese Infografik veranschaulicht, mit welchen teilweise kleinen Hochwasserschutzmaßnahmen ein Gebäude und dessen Sachwerte gesichert werden kann: (Bild downloaden).
Nachfolgend haben wir wesentliche Schutz- und Präventionsmaßnahmen gegen Hochwasser und Starkregen für Sie zusammengefasst.
Bewusstseinsbildung und Frühwarnung
Hochwassergefahrenkarten, Hochwasserrisikokarten sowie Starkregengefahrenkarten stellen Hochwassergefahren- und risiken dar. Hochwassergefahrenkarten zeigen, welche Flächen bei verschiedenen Hochwasserereignissen überflutet werden, während Hochwasserrisikokarten die Nutzung der potenziell überfluteten Flächen betrachten.
Starkregengefahrenkarten kombinieren Niederschlagsdaten mit Oberflächen- und Bodeneigenschaften, um Überflutungen durch Starkregen zu analysieren. Die Karten werden auf den Seiten der zuständigen Landesämter zur Verfügung gestellt.
Neben diesen Karten gibt es Warn-Apps wie „Mein-Pegel“ oder „WarnWetter-App“, die vor steigenden Flusspegeln als auch vor Unwettern wie Starkregen warnen.
Über den sogenannten „Hochwasser‐Pass“ kann eine Standortanalyse und Bewertung von bestehenden oder geplanten Privat‐ und Gewerbe‐ Immobilien in hochwassergefährdeten Gebieten vorgenommen werden. Der:die Inhaber:in des Hochwasser‐Passes hat damit eine fundierte Risikoeinschätzung für sein:ihr Haus und erhält zudem Tipps, wie durch Vorsorgemaßnahmen eine Hochwassergefährdung reduziert werden kann.
Auf der Website des Hochwasser‐Pass kann durch einen Fragebogen sofort eine Einschätzung des Risikos erfolgen. Das offizielle und ausführliche Dokument, der Hochwasser‐Pass, wird dann von einem:einer Sachkundigen im Auftrag des:der Hausbesitzer:in ausgestellt. Dabei prüft der:die Sachkundige die Angaben und bewertet nicht nur die aktuelle Gefährdung des Gebäudes, sondern gibt auch weitere Hinweise und Tipps, wie sich die Gefährdung mit baulicher Vorsorge verringern lässt.
Bauliche Maßnahmen
Fundament und Abdichtungen:
Bei Hochwasser drückt Wasser stark gegen den Keller. Ohne Schutz können Bodenplatte oder Wände reißen. Durch undichte Stellen dringt Wasser ein. Schutz bietet ein ausreichend starkes und fest verankertes Kellerfundament. So schwimmt es nicht auf und bricht nicht auf.
Wichtige Abdichtungen sind zum Beispiel:
Weiße Wanne: Wasserundurchlässiger Beton
Schwarze Wanne: Abdichtungsschichten an der Außenseite
Eine nachträgliche Abdichtung ist möglich, aber deutlich teurer als beim Neubau. Bei sehr hohem Wasserdruck auf das Gebäude kann in Ausnahmefällen auch eine kontrollierte Flutung als Gegendruck helfen.
Eingänge, Lichtschächte, Fenster und Türen:
Bodengleiche Eingänge sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
Bereits kleine Schwellen vor der Kellertreppe und vor Lichtschächten bremsen das Wasser. Kellereingänge und Lichtschächte sollten einen Ablauf haben, der an eine Drainage oder das Entwässerungsnetz angeschlossen ist.
Kellerfenster und -türen sollten dicht und für Hochwasser ausgelegt sein. Alternativ können zusätzliche druckdichte Klappen oder Türen eingesetzt werden.
Rückstausicherung:
Liegen Hausanschlüsse im Gebäude unterhalb der Rückstauebene (also der Höhe, bis zu der Wasser im Kanal ansteigen kann), sind Rückstausicherungen erforderlich. Um Rückstau in das Gebäude zu verhindern, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:
Abwasserhebeanlage: Sie sammelt das Abwasser in einem Sammelbehälter und pumpt es über die Rückstauebene bzw. den zu erwartenden Hochwasserstand hinaus, bevor es der Hausanschlussleitung zugeführt wird. Damit wird das Prinzip der kommunizierenden Röhren unterbrochen und das Wasser kann nicht ins Gebäude zurückdrücken.
Rückstauverschluss: Ein Ventil, dass Rückfluss aus dem Kanal blockiert. Rückstauverschlüsse dürfen aber nur unter gewissen Bedingungen verwendet werden. Treffen diese nicht zu, muss eine Hebeanlage zur Rückstausicherung genutzt werden.
Geländeplanung:
Das Grundstück sollte so gestaltet sein, dass Wasser vom Gebäude wegfließt. Senken und Bodenschwellen leiten Wasser gezielt ab und verhindern Überflutungen. Bodenschwellen brauchen allerdings viel Platz und dürfen nur mit Genehmigung eingebaut werden.
Mobile Schutzsysteme
Sandsäcke, Dammbalken, mobile Barrieren:
In akuten Gefahrensituationen können diese kurzfristigen Maßnahmen Gebäude, Eingänge, technische Anlagen und Lagerflächen schützen. Sie erfordern schnelle Einsatzbereitschaft und sollten vorausschauend vorgehalten werden.
Alle beschriebenen Schutz- und Präventionsmaßnahmen sind Empfehlungen des Hochwasser KompetenzCentrums. Die dazugehörige Broschüre bekommen Sie hier: hier.